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Gründung der deutschen Siedlungen im Gebiet Odessa und die Herkunft der Einwanderer
von Dr. Karl Stumpp Die ältesten deutschen geschlossenen Siedlungen sind die an der Wolga ( 1763 - 68). Es folgen die Mennoitensiedlungen um Chortitza (1790). Wohl die stärkste Auswanderungsbewegung aus den verschiedensten Teilen Deutschlands, besonders aus Süd und Südwestdeutschland fällt aber in die Jahre 1804 bis 1810 und dann die darauf folgenden Jahre. In dieser Zeit wurde auch das Gebiet Odessa ( früher Gouv. Cherson) mit deutschen Kolonisten besiedelt. . Kaiser Alexander I. setzte die von Katharina II. begonnene Siedlungspolitik in verbesserter Form fort. Am 29. Februar 1904 wurden die Gerechtsame der Kolonisten, die nach Rußland gekommen waren und noch kommen sollte, durch einen kaiserlichen Ukas bestätigt. Der Minister schlug vor, nur tüchtige und wohlhabende Wirte aufzunehmen, die in wirklich rationeller Weise die Kultur der Steppe betreiben könnten. (Schrenk). Auf dieser Grundlage begann 1804 eine große Einwanderung und wurden die Mutterkolonien um Odessa gegründet. In diesem Gebiet unterscheiden wir die 4 folgenden Gruppen: 1. Großliebentaler, gegründet 1804 - 06 mit 7 evang. und 4 kath. Kolonien. 2. Glückstaler, gegründet 1808 - 1809, 4 Kolonien, alle evan. 3. Kutschurganer, gegründet 1808, 6 Kolonien, kath. 4. Beseraner, gegründet 1808 - 1817, 11 Kolonien, davon 4 evang. und 7 kath. |
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